Naturheilpraxis Ingrid Boller, Heilpraktikerin
 

Neuraltherapie

Die Neuraltherapie ist eine Injektionsbehandlung mit Lokalanästhetika (Mittel zur ört-
lichen Betäubung) und wurde als Behandlungsmethode - zufällig - von den Brüdern
Dr.Walter und Dr.Ferdinand Hunecke 1925 entdeckt. Sie injizierten ihrer Schwester versehentlich intravenös (in die Vene) ein procainhaltiges Mittel. Daraufhin verschwand deren jahrelange Migräne.

Procain wurde 1905 entdeckt und ist auch heute noch das wichtigste Neuraltherapeutikum. Es werden aber auch andere Lokalanästhetika verwendet.

Bei der Neuraltherapie unterscheidet man eine Störfeldtherapie und eine Segmenttherapie.

Die Neuraltherapie ist eine Segmenttherapie

Bei der Segmenttherapie wird der Körper in sogenannte Segmente oder Dermatome eingeteilt. Bei der Segmenttherapie werden Injektionen in die Umgebung des erkrankten und gestörten Bereiches durchgeführt. Solche Injektionen werden entweder in die Haut, in das Bindegewebe, an Gelenke, in schmerzhafte Muskelverhärtungen, in Blutgefäße oder ( seltener) an Nerven und Nervenschaltstellen durchgeführt. Die Auswahl richtet sich nach der Erkrankung.

Die Neuraltherapie ist eine Störfeldtherapie

Bei der Störfeldtherapie geht man davon aus, daß viele chronische Erkrankungen durch ein Störfeld ausgelöst werden. Narben, erkrankte Zähne, Entzündungen und Bakterienherde, alte Verletzungen können Störungen hervorrufen und den Organismus belasten. Es ist daher von großer Bedeutung eine sehr gründliche Krankenbefragung (Anamnese) durchzuführen. Das Neuraltherapeutikum wird dann in das Störfeld, z.B. die Narbe, injiziert. Mit viel Glück kann es dabei schon bei der ersten Injektion zum sogenannten „Sekunden-Phänomen“ kommen : einer Spontanheilung. Meist dauert es aber mehrere Injektionen, bis eine Besserung eintritt.

Die Anwendungsgebiete der Neuraltherapie sind sehr umfangreich

Sie hat sich besonders bewährt :

- bei Wirbelsäulenerkrankungen
- bei Gelenkerkrankungen
- zur Schmerzbehandlung
- bei Kopfschmerzen
- bei Migräne
- bei Ischiaserkranungen
- bei Kreislauferkrankungen
- bei Tinnitus
- bei Durchblutungsstörungen
- zur Störfeldsanierung